Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten

Patientenbeauftragte Prof. Dr. Claudia Schmidtke: "Das Coronavirus betrifft auch junge Menschen!"

Patientenbeauftragte Prof. Dr. Claudia Schmidtke
 
"Das Coronavirus stellt nicht nur für ältere Menschen eine Gefahr dar - sondern auch für Jüngere. Die Annahme, junge Menschen wären von dem Virus nicht betroffen, trägt auch zu seiner Verbreitung bei", erklärt die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Claudia Schmidtke.
 
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigen aktuelle Daten aus verschiedenen Ländern, dass der Anteil jüngerer Menschen, die aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus einer Behandlung im Krankenhaus bedürfen, signifikant steige.
 
"Zwar ist das Risiko, daran zu sterben, für junge Menschen zum Glück weiterhin ausgesprochen gering. Doch ist es auch nicht auszuschließen, etwa im Fall einer möglicherweise nicht diagnostizierten Vorerkrankung. Ein schwerer Verlauf einer Infektion, zum Beispiel in Form einer Lungenentzündung, kann zudem auch bei jüngeren Patientinnen und Patienten eine lange Behandlung im Krankenhaus bis hin zu einer künstlichen Beatmung auf einer Intensivstation erforderlich machen. Das ist keineswegs harmlos. Auch über mögliche Folgeschäden bei überstandenen Corona-Erkrankungen wissen wir derzeit noch zu wenig", so Schmidtke weiter.
 
Zudem wiesen alle Daten darauf hin, dass weltweit aufgrund der häufig leichten und sogar symptomfreien Verläufe insbesondere jüngere Infizierter in besonders hohem Maße zur Verbreitung des Virus beitragen.
 
Die Patientenbeauftragte appelliert daher: "Jüngere Menschen müssen - wie alle anderen auch - in jedem Fall vorsichtig sein und jeden unnötigen sozialen Kontakt vermeiden. Denn auch wenn die konkrete persönlicher Gefahr des Coronavirus für sie geringer ist, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, Ältere mit dem Virus anzustecken und sie damit potenziell in ernsthafte Lebensgefahr zu bringen. Dessen sollten wir uns alle stets bewusst sein."